| Beschreibung der maßgeblichen Gründe |
Ausführungen der AG zum technischen Alleinstellungsmerkmal: Die AG beabsichtigt die Beschaffung eines umfassenden Software-Systems für das Infrastrukturmanagement für burgenländische Gemeinden, welches folgende technischen Anforderungen erfüllen muss:<br />1. Die Software muss eine vorkonfigurierte Bereitstellung mit vollständigen Fachobjektkatalogen bieten, sodass alle kommunalen Infrastrukturbereiche sofort nutzbar<br />sind. Dies ermöglicht eine schnelle Implementierung ohne aufwendige Anpassungen und reduziert dadurch den Kostenaufwand erheblich. Gemeinden können dadurch<br />unmittelbar mit der operativen Arbeit starten, was den Projektbeginn beschleunigt und externe Beratungskosten minimiert.<br />2. Die Lösung muss eine hybride Architektur unterstützen, die den Betrieb On-Premises, in der Private Cloud oder in der Public Cloud ermöglicht. Sie muss prozessual (z.B. Beauskunftung, Fortführung, Instandhaltung) und organisatorisch (Mandantenfähigkeit, Partnerzugriff) eng integriert sein. Dadurch wird eine sichere Mandantentrennung<br />gewährleistet, die Skalierbarkeit erhöht und die Anpassung an unterschiedliche IT-Strategien sowie Datenschutzanforderungen ermöglicht. Dies macht den Betrieb zukunftssicher und flexibel.<br />3. Es wird eine einheitliche Konfiguration für alle kommunalen Infrastrukturbereiche gefordert, die ohne kostenintensives Customizing oder externe Module auskommt. Dies sorgt für eine schnelle Einrichtung in wenigen Stunden statt Monaten und garantiert eine einheitliche Datenbasis. Der Verzicht auf Drittanbieter reduziert versteckte Zusatzkosten und erhöht die Betriebssicherheit.<br />4. Die Software muss Funktionen für Daten- und Lebenszyklusmanagement als durchgängige Klammer bereitstellen, die das Objektmodell, Aufgaben, mobile Abarbeitung und Berichte miteinander verbindet. Dadurch entsteht eine vollständige Transparenz über alle Instandhaltungs- und Wartungsprozesse inklusive Historie. Einheitliche Berichte und automatisierte Workflows verbessern die Datenqualität und reduzieren manuelle Arbeitsschritte, was die Effizienz erheblich steigert.<br />5. Standardmäßig müssen Funktionen wie Topologie-Editing, kartenbasierte Aufgaben-Workflows, bidirektionale Interoperabilität (Export und OGC-Dienste) sowie Ablagefunktionen verfügbar sein. Diese Kombination ermöglicht die Bearbeitung komplexer Netze und Datenmanagement-Aufgaben innerhalb einer einzigen Software. Medienbrüche werden vermieden, die Produktivität steigt und die Integration in bestehende Fachsysteme wird sichergestellt.<br />6. Die Lösung soll eine in Asset-Workflows eingebundene Kopplung von Messtechniken (Satellitenmessungen), Identifikationstechnik, mobiler Abarbeitung und kartenbasierter Fotodokumentation bieten – ohne Drittanbieter-Apps oder Middleware. Dies verhindert Medienbrüche, erhöht die Datenqualität und sorgt für eine sichere, einheitliche Plattform. Die Dokumentation erfolgt schneller und zuverlässiger, was die Nachweisführung erheblich vereinfacht.<br />Nach durchgeführter, europaweiter Markterkundung gemäß § 24 BVergG hat sich herausgestellt, dass lediglich der präsumtive Zuschlagsempfänger die von der AG<br />gestellten Anforderungen erfüllen kann, woraus die AG schließt, dass aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist und der Auftrag im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gemäß § 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG an den einzigen Bieter vergeben werden kann. |