Konfokales Scanning-Laser-Ophthalmoskop (cSLO) mit optischem Kohärenztomograph (OCT)

Art KD_8_1_Z4 Kerndaten für die freiwillige Bekanntmachung eines Vergabeverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung
Bezeichnung Konfokales Scanning-Laser-Ophthalmoskop (cSLO) mit optischem Kohärenztomograph (OCT)
Kategorie (CPV Hauptteil) 33122000 Ophtalmologische Geräte
NUTS AT13 Wien
Auftraggeber
  • Veterinärmedizinische Universität Wien 
    +43 1250771122
    hannes.maurer@vetmeduni.ac.at
    Einkauf und Beschaffung
    Geschäftszahl: Konfokales Scanning-Laser-Ophthalmoskop (cSLO) mit optischem Kohärenztomograph (OCT)
Lieferant ASKIN & CO GMBH
Verfahrensart
Art des Auftrags Lieferauftrag
Beschreibung An der Vetmeduni soll ein neues konfokale Scanning-Laser-Ophthalmoskop (cSLO) mit optischem Kohärenztomograph (OCT) für Einsätze im Bereich der Ophthalmologie in der Abteilung für Kleintierchirurgie/Augenstation beschafft werden. Das cSLO-OCT Gerät wird in der Kleintierklinik zur Erstellung von Schnittbildern der Netzhaut und des vorderen Augenabschnittes im Einsatz sein. Die Anschaffung ist einerseits für die Diagnostik erforderlich und andererseits für Forschungsstudien an lebenden Tieren, wo keine pathohistologischen Untersuchungen möglich sind, um morphologische Veränderungen festzustellen. Vor diesem Hintergrund ist beabsichtigt, im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gem § 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG 2018 das cSLO-OCT Gerät „Spectralis® HRA+OCT" des Herstellers Heidelberg Engineering GmbH vom in Österreich ausschließlich vertriebsberechtigten Anbieter ASKIN & CO GmbH (Albert-Schweitzer-Gasse 6/Block C, 1140 Wien) zu beschaffen (Zuschlagsentscheidung).
Beschreibung der maßgeblichen Gründe Aufgrund der vorgesehenen Einsätze im Bereich der Ophthalmologie muss das zu beschaffende cSLO-OCT Gerät zwingend folgende Grundanforderungen erfüllen: Erstens die Möglichkeit von Aufnahmen bei enger Pupille durch Nutzung von langwelligem Laserlicht, zweitens die Eignung für das vordere Segment (Hornhaut, Sklera, Kammerwinkel) sowie für die Netzhaut mit Darstellung der Netzhautperipherie (Weitwinkel), drittens eine Scan Rate von 40 000 - 85 000 Herz für dreidimensionale Netzhautbilder sowie viertens die Möglichkeit zur Erweiterung für die Angiographie und Autofluoreszenz. Durch den darüber hinaus vorgesehenen Einsatzbereich in der Kleintierklinik (Kleintierchirurgie/Augenstation) und die in diesem Zusammenhang vorzunehmenden medizinischen Untersuchungen ergeben sich zusätzliche, spezifische Leistungsanforderungen, die zwingend vorliegen müssen. Das cSLO-OCT Gerät muss zwingend über einen schwenkbaren Kamerakopf verfügen, um eine Untersuchung der Tiere trotz ihrer Schnauze zu ermöglichen. Nur durch den schwenkbaren Kamerakopf kann sichergestellt werden, dass die Optik nah genug an das Auge des zu untersuchenden Tieres gelangen kann. Weiters ist eine Anpassung der Position des Scans an die Augenbewegung durch Erkennen der anatomischen Strukturen zwingend erforderlich, da Tiere im Vergleich zu Menschen ihre Augen auf Befehl nicht ruhig halten. Um Artefakte (die durch die Augenbewegung entstehen) herauszufiltern, ist zusätzlich eine Verringerung von Bewegungsartefakten zwingend erforderlich. Darüber hinaus ist die Möglichkeit einer Qualitätskontrolle der Scan- Position in Echtzeit zwingend erforderlich, um bereits während der Untersuchung zu erkennen, ob die gescannten Bilder (aufgrund der Augenbewegung) auswertbar sind. Zudem muss das cSLO-OCT Gerät über die Möglichkeit der Wiedererkennung von untersuchten Regionen hinsichtlich vorzunehmender Nachfolgeuntersuchungen verfügen. Die damit ermöglichende Verlaufskontrolle gestattet die Erstellung von Prognosen, die für die Kontrolle des Therapieerfolges oder des Verlaufs der Erkrankung unabdingbar sind. Hinsichtlich der Auswertung der Untersuchungen muss das cSLO-OCT Gerät zwingend über eine Rauschunterdrückung verfügen, um das unerwünschte Rauschen des Nutzsignal zu verringern und die Bilder damit besser auswertbar zu machen. Abschließend bedarf es zwingend eines technischen Service-Stützpunktes mit einer maximalen Anreisezeit von 60 Minuten, um die für die Vetmeduni erforderliche, kurzfristige und direkte vor-Ort Unterstützung im Falle von Defekten oder Support für Untersuchungen zu ermöglichen. Eine längere Anreise- bzw Reaktionszeit ist nicht möglich, da die Untersuchungen indikationsgebunden am Patienten erfolgen. Im Vorfeld erfolgte durch den Auftraggeber eine vollumfängliche Erhebung der Marktsituation durch intensive Recherche sämtlicher OCT Geräte-Anbieter samt dazugehöriger Fachauskunft der einzelnen Gerätehersteller sowie durch Zusammenarbeit mit anderen veterinärmedizinischen Universitäten. Hierbei wurden zunächst mehrere mögliche Hersteller identifiziert und in Folge detailliert geprüft. Im Ergebnis erfüllt jedoch nur das cSLO-OCT Gerät „Spectralis® HRA+OCT" des Herstellers Heidelberg Engineering GmbH alle zwingenden Leistungsanforderungen (Grund- sowie spezifische Leistungsanforderungen). Dieses wird in Österreich ausschließlich durch die ASKIN & CO GmbH (Albert-Schweitzer-Gasse 6/Block C, 1140 Wien) vertrieben. Die weiteren am Markt erhältlichen cSLO-OCT Geräte der anderen Hersteller erfüllen die spezifischen, zwingenden Leistungsanforderungen nicht oder nur teilweise. Es bestehen somit keine vernünftigen Alternativen oder Ersatzlösungen. Der nicht vorhandene Wettbewerb ist nicht das Ergebnis einer künstlichen Einschränkung der Auftragsvergabeparameter. Vor diesem Hintergrund ist beabsichtigt, die ASKIN & CO GmbH im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gem § 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG 2018 zu beauftragen (Zuschlagsentscheidung).
Tag der erstmaligen Verfügbarkeit 13.05.2024
Letzte Änderung der Ausschreibung 13.05.2024
Version 1, XML, zuletzt aktualisiert: 13.05.2024