Bioreaktor Organoide

Art KD_8_1_Z4 Kerndaten für die freiwillige Bekanntmachung eines Vergabeverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung
Bezeichnung Bioreaktor Organoide
Kategorie (CPV Hauptteil) 38000000 Laborgeräte, optische Geräte und Präzisionsgeräte (außer Gläser)
NUTS AT ÖSTERREICH
Auftraggeber
Lieferant Eppendorf Austria GmbH
Verfahrensart
Art des Auftrags Lieferauftrag
Beschreibung Vergabe eines Bioreaktors für den Einsatz im Bereich der Forschung an Organoiden
Beschreibung der maßgeblichen Gründe Die Entscheidung für eine Beauftragung ohne vorherige Bekanntmachung wird mit der technischen Alleinstellung des Gerätes begründet. Eine verbesserte Homogenität, Robustheit, Skalierbarkeit und Automatisierung von Organoiden, wie z.B. Cerebralen- oder Herz-Organoiden, kann durch die Implementierung von Rührkessel-Bioreaktortechnologien ermöglicht werden. Durch die Verwendung solcher Bioreaktoren können Prozessparameter genau überwacht und konstant gehalten werden, was eine signifikante Verbesserung gegenüber aktuellen Standards darstellt. Hierfür soll ein Bioreaktor-System mit einer Kontrolleinheit zum parallelen Betrieb von mindestens vier individuell steuerbaren Reaktorgefäßen angeschafft werden. Das System soll die Überwachung und Regelung von Prozessparametern wie Füllstand, Temperatur (bis 60°C), pH und gelösten Sauerstoff ermöglichen. Die Regelung des pH-Wertes soll wahlweise über die Zudosierung von Base oder CO2 in die Zuluft erfolgen. Um Kontaminationen zu vermeiden, soll Kühlwasser vermieden werden, und eine Kühlung der einzelnen Reaktorgefäße und des Abgasstroms über Peltier-Elemente (oder vergleichbar) erfolgen. Für Stammzell-basierte 2D und 3D Kulturen (z.B. Organoide) wird ein austauschbares Rührorgan („Impeller“) aus Edelstahl benötigt, welches speziell für die homogene Durchmischung bei sehr geringen Drehzahlen konzipiert ist (ein Nachweise für die Eignung zur Stammzellkultivierung müssen erbracht werden können). Zusätzlich sollen die Reaktorgefäße aus Borosilikatglas bestehen, ein Arbeitsvolumen zwischen 80 und 250 Milliliter aufweisen, autoklavierbar sein, mehrere Monate ohne Austausch arbeiten können und einen von oben direkt gekoppelten Motorantrieb besitzen. Durch einen kontinuierlichen und zyklischen Perfusionsmodus wird gewährleistet, dass das Medium kontinuierlich gewechselt werden kann, was eine Langzeitkultur über mehrere Monate möglich macht. Entsprechend wird eine Vorrichtung zur Rückhaltung von größeren Zellagglomeraten oder Microcarriern zur Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Medienaustauschs, ohne Materialverlust, benötigt. Es müssen mindestens vier analoge Pumpen pro Reaktorgefäß betrieben werden können, jede mit variabel einstellbarem Drehzahlbereich, welche in der Funktion frei belegbar sein müssen, z.B. Säure, Base, Antischaum, Feed oder Ernte; Pumpraten von 0,005 mL/min – 7 mL/min müssen realisierbar sein, ohne den Pumpenkopf austauschen zu müssen. Hierbei wird explizit darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber nach Veröffentlichung der gegenständlichen Bekanntmachung und der hier angeführten Begründung den Auftrag noch nicht umgehend erteilen wird, sondern vielmehr den Ablauf der Stillhaltefrist von 10 Tagen abwarten wird. Auf Grund dieser Bekanntmachung und gemäß § 356 Abs 8 BVergG 2018 ist dann ein Anfechtungsantrag nach Ablauf einer Frist von 10 Tagen nach der erstmaligen Verfügbarkeit der Bekanntmachung ausgeschlossen. Sofern Fragen zur der hier dargestellten sachlichen Begründung bestehen, gibt darüber hinaus der Auftraggeber unter vergabe@terzaki.at Auskunft.
Tag der erstmaligen Verfügbarkeit 02.04.2022
Letzte Änderung der Ausschreibung 02.04.2022
Version 1, XML, zuletzt aktualisiert: 02.04.2022