| Beschreibung |
An der Veterinärmedizinischen Universität (VMU) Wien wurde das bestehende Röntgenmikroskop Xradia MicroXCT-400 von Carl Zeiss X-Ray Microscopy durch ein neues Gerät ersetzt. Das neue Röntgenmikroskop wird in der Core Facility untergebracht und betrieben. Ein derartiges hochauflösendes Röntgenmikroskop ist für die VMU Wien zwingend erforderlich, um hochauflösende und dreidimensionale Untersuchungen von Weichteil- und Knochengewebe, in der biotechnologischen Grundlagenforschung eingesetzten anorganischen Gerüststrukturen und weiteren biologischen und biomedizinisch relevanten Untersuchungsobjekten vorzunehmen. Im Kontext einer offenen, allgemein zugänglichen Core Facility soll Arbeitsgruppen mit verschiedenen Projektvorhaben die Nutzung des Gerätes ermöglicht werden. Wie bereits das MicroXCT-400 wird auch das neue Gerät über nationale und internationale Infrastrukturnetzwerke externen Nutzern zugänglich gemacht. Die Beschaffung eines neuen, hochauflösenden Röntgenmikroskops ist für die VMU Wien zwingend erforderlich, da der Weiterbetrieb des bestehenden MicroXCT-400 aufgrund seines vom Hersteller mitgeteilten „Out-of-Service“-Status im Falle eines allfälligen Gerätedefekts mit nicht gesicherter Ersatzteilverfügbarkeit und damit mit einem unvertretbaren Ausfallrisiko verbunden ist. Dies kann im Ergebnis dazu führen, dass durch den plötzlichen, nicht vorhersehbaren bzw präventiv verhinderbaren Ausfall des Gerätes interne wie auch externe Forschungsprojekte nicht fortgeführt werden können und hierdurch gefährdet werden. Das neu zu beschaffende Gerät muss zwingend den vollen Leistungsumfang des bestehenden Geräts abdecken, da die Kontinuität bereits laufender (Forschungs-)Arbeiten gewährleistet sein muss. Der konkrete Bedarf an der VMU Wien in Bezug auf die Beschaffung des (neuen) Geräts ergibt sich im Ergebnis aus der zwingenden Notwendigkeit, den infolge des „Out-of-Service“-Status des bisherigen Systems gefährdeten, kontinuierlichen Mess- und Forschungsbetrieb ohne Unterbrechung sicherzustellen, bewilligte Projektverpflichtungen und die sich daraus ergebenden forschungsbedingten Anforderungen fristgerecht zu erfüllen und durch ein dem Stand der Technik entsprechendes Röntgenmikroskop mit erweitertem Probenspektrum und zeitgemäßen Softwareoptionen, verbesserter Bildqualität, verkürzten Scanzeiten, flexibler Datenverarbeitung sowie gesicherter Wartungs- und Ersatzteilverfügbarkeit den verlässlichen, breit zugänglichen Betrieb der Core Facility dauerhaft zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund ist beabsichtigt, im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung gem § 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG 2018 das Gerät „VersaXRM 730" samt Wartung von der Carl Zeiss GmbH zu beschaffen (Zuschlagsentscheidung). Das Gerät „VersaXRM 730" wird in Österreich ausschließlich von der Carl Zeiss GmbH (Laxenburger Straße 2, A-1100 Wien) vertrieben. Zudem werden die hierfür konkret erforderlichen Wartungsleistungen in Österreich ebenfalls ausschließlich von der Carl Zeiss GmbH erbracht. Die zwingenden Leistungsanforderungen an das neu zu beschaffende Gerät ergeben sich aus dem avisierten Einsatzbereich und Forschungszweck sowie den expliziten Erfordernissen der aktuellen und bewilligten Projektvorhaben. Insgesamt muss das neu zu beschaffende Gerät die nachstehenden spezifischen zwingenden Leistungsanforderungen erfüllen: (A)(1) Aufgrund der baulichen Gegebenheiten ist die krangestützte Einbringung zwingend. Die Außenmaße dürfen 210 cm (B) x 175 cm (H) x 120 cm (T) und das Betriebsgewicht 2,7 t (Stahlplatte zur Lastverteilung) nicht überschreiten, um Einbringung und statisch sicheren Betrieb zu gewährleisten. (B) (2) Untersuchungen von Proben mit einer räumlichen Auflösung von < 1 µm sind zwingend erforderlich, um die für geplante Forschungsvorhaben (Untersuchungsobjekt betreffend kortikale Mäuseknochen und mikroskopische Bodenproben) und die sich daraus ergebenen Anwendungen notwendige submikrometrische Detailerkennbarkeit (Osteozytenlakunen, Canaliculi sowie mikrobiell relevante Poren- und Oberflächenstrukturen in Bodenproben) reproduzierbar sicherzustellen. (3) Das System muss über multiple Detektoren unterschiedlicher Größe verfügen, die Vergrößerung bzw. räumliche Auflösung vom Arbeitsabstand entkoppeln, sodass auch bei großen Proben und exzentrischer Rotation ROIs |