| Art |
KD_8_1_Z4 Kerndaten für die freiwillige Bekanntmachung eines Vergabeverfahrens ohne vorherige Bekanntmachung |
| Bezeichnung |
Beschaffung eines 3T-MRT-Systems mit Ultra High Performance Gemini Gradienten |
| Kategorie (CPV Hauptteil) |
33113000 Magnetresonanz-Bildgebungsgeräte |
| NUTS |
AT221 Graz |
| Auftraggeber |
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| Lieferant |
Siemens Healthcare Diagnostics GmbH |
| Verfahrensart |
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| Art des Auftrags |
Lieferauftrag |
| Beschreibung |
Lieferung und Montage eines 3T-MRT-Systems mit Ultra High Performance Gemini Gradienten inkl. HF-Kabine, Einschulung und Wartung für den Neubau der Univ. Klinik für Radiologie |
| Beschreibung der maßgeblichen Gründe |
Die Auftraggeberin führt ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung mit einem Unternehmen gem. § 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG durch, da aus technischen Gründen die Lieferung nur von einem bestimmten Unternehmer erbracht werden kann. Es soll ein 3T-MRT-System mit Ultra High Performance Gemini Gradienten des Unternehmens Siemens Healthcare Diagnostics GmbH (Produkt: MAGNETOM Cima.X) beschafft werden, das folgende benötigte Eigenschaften aufweist:<br />a) Gradientenstärke: Diffusionsgradientensystem mit einer Gradientenfeldstärke von mindestens 200mT/m, b) Slew Rate (Anstiegsrate des Gradientenfelds): Slewrate von mindestens 200 T/m/s<br />Die Medizinische Universität Graz, insbesondere die Universitätsklinik für Neurologie, betreiben seit über 30 Jahren klinische und methodenorientierte MRT-Forschung auf sehr hohem Niveau. Eine zentrale Komponente dieser Forschung ist die diffusionsgewichtete Bildgebung. Diese ermöglicht eine Bestimmung der Beweglichkeit der Wassermoleküle und dadurch auch die Bestimmung der Mikrostruktur des Gewebes unterhalb des Auflösungsvermögens der MRT. Darüber hinaus bildet die diffusionsgewichtete MRT die Grundlage für die Traktografie bzw. für die Rekonstruktion und Abbildung von Nervenfasern.<br />Für die laufenden und zukünftigen hoch kompetitiven Forschungsprojekte im Bereich der Diffusionsbildgebung ist die Med Uni Graz auf ein System angewiesen, welches Diffusionsgradienten weit über dem derzeitigen Standard von 45 – 80 mT/m bietet. Nur diese Anforderungen gewährleisten Untersuchungen des menschlichen Connectom im Gehirn im Submillimeterbereich. Das Connectom stellt eine genaue Kartierung der Nervenverbindungen zwischen den einzelnen kortikalen Arealen („funktionelle Zentren“) dar und ist sehr wichtig für ein besseres Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Gehirns und für funktionelle Veränderungen bei einer Vielzahl von entzündlichen und neurodegenerativen Erkrankungen. Darüber hinaus wird ein leistungsfähiges Gradientensystem auch für die Durchführung von Diffusionsanalysen im Tiermodell mit einem sehr kleinem Abbildungsfenster (Mäuse und Ratten) benötigt. Die o.g. Anforderungen sind daher für die Forschungsziele essentiell und nur mit der genannten Technologie möglich.<br />Sowohl die Erfassung des Connectoms als auch die Diffusionsbildgebung im Tiermodell sind derzeit mit konventionellen bzw. kommerziellen Gradientensystemen mit Stärken zwischen 45 und 80 mT/m nicht möglich. Eine sehr hohe Diffusionsgewichtung kann grundlegend auch mit schwächeren Gradienten erreicht werden, wenn diese sehr lange angelegt werden. Die zwangsläufig damit verbundene Verlängerung der Echozeit führt jedoch dazu, dass kein oder fast kein Resonanzsignal mehr empfangen werden kann – somit ist eine Bildgebung nur mit unzureichender Bildauflösung möglich.<br />Mit anderen am Markt verfügbaren High-End-Geräten sind die primären Forschungsziele der Med Uni Graz daher nicht erreichbar. Nur das Gemini-Gradientensystem des Cima.X Scanners von Siemens Healthcare Diagnostics GmbH mit einer Gradientenstärke von 200mT/m und Schaltzeiten von 200T/m/s bietet die entsprechenden, unbedingt erforderlichen technischen Anforderungen. Dieses Gradientensystem wurde im Rahmen des Human Connectom Project entwickelt und ist zur zentralen Technologie für alle wissenschaftlichen Publikationen und Meilensteine in diesem Bereich geworden.<br />Die spezielle technische Anforderung ergibt sich somit aus dem medizinischen Anforderungsprofil des Universitätsklinikums Graz und der Forschung an der Medizinischen Universität Graz, und ist somit aus der akademischen Forschung, den klinischen Studien sowie der klinischen Routine / Notfallversorgung im Sinne der Patient*innensicherheit zwingend erforderlich.<br />Für den gegenständlichen Auftrag kommt aufgrund der benötigten Geräteeigenschaften nur das Gemini-Gradientensystem des Cima.X Scanners des Unternehmens Siemens Healthcare Diagnostics GmbH in Frage, da nur dieses Gerät die angeführten, zwingend erforderlichen Eigenschaften erfüllen kann. |
| Tag der erstmaligen Verfügbarkeit |
19.06.2025 |
| Letzte Änderung der Ausschreibung |
19.06.2025 |