| Beschreibung der maßgeblichen Gründe |
An der Intensivstation (ICU) der Kategorie III im Hanusch-Krankenhaus, der einzigen ICU der ÖGK, sind 11 Intensivbeatmungsgeräte im Einsatz, 6 davon wurden bereits durch eine Dräger Evita V800 ersetzt, die restlichen 5 Beatmungsgeräte (Evita XL Baujahr 2013) sollen nun ausgetauscht werden.<br />Um das Patient*Innen-Risiko in lebenskritischen Situationen zu minimieren, ist die Beschaffung von Geräten gleicher Type und Bauart aus medizinischer Sicht unumgänglich, da ein Arzt und eine Pflegekraft mehrere Patient*Innen gleichzeitig betreuen und somit eine identische Anwendung der Geräte gewährleistet sein muss.<br />Ist eine Harmonisierung der Beatmungsgeräte auf der Intensivstation nicht gegeben, weil Geräte unterschiedlicher Hersteller im Einsatz sind, entsteht bei Ausfall eines Gerätes einer bestimmten Type und der damit verbundenen Notwendigkeit, alle Parameter am „Fremdgerät“ neu zu konfigurieren, eine deutlich längere Beatmungspause, welche unweigerlich zu einem erhöhten Risiko für Patient*Innen führt. Im schlimmsten Fall kann es zu massiven Komplikationen, etwa einer nosokomialen Infektion führen. Durch nosokomiale Infektionen erhöht sich die Belegsdauer auf der Intensivstation, dies wiederum kann bis zu einem - oft tödlichen - Multiorganversagen führen.<br />Eine - im Sinne der Patientensicherheit - unbedingt notwendige Kompatibilität kann, da bereits Intensivbeatmungsgeräte Evita V800 von Dräger im Einsatz sind, ausschließlich mit weiteren Intensivbeatmungsgeräten Evita V800 von Dräger hergestellt werden.<br />Des Weiteren kann angeführt werden, dass die Bedienphilosophie der Dräger Evita XL und Evita V800 einander gleichen. Durch diese einheitliche Bedienung können Bedienfehler im oft stressigen Intensivalltag vermieden werden (Risikomanagement im Hinblick auf Patientensicherheit). |