| Beschreibung der maßgeblichen Gründe |
Das zu beschaffende 400 MHz-System soll sowohl eine wesentliche Rolle in der Analytik der chemischen Forschung der Fakultät TCH einnehmen, für die die NMR-Spektroskopie ein unverzichtbarer Bestandteil ist, als auch für Messungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen der Master- und Dissertationsstudiengänge zur Verfügung stehen. Da für beide Aufgaben im Rahmen des NMR-Zentrums auch mehrere andere Spektrometer im Einsatz stehen, muss das neue Instrument in den existierenden Gerätepark bestmöglich eingebunden werden können, um optimale Effizienz zu erzielen.<br />Anforderungen:<br />• Supraleitendes Magnetsystem mit aktiver Abschirmung, daher geringem Streufeld; minimaler Felddrift, geringem Heliumverbrauch, sowie möglichst kleinem Platzbedarf<br />• Hocheffizientes Unterdrückungssystem für elektromagnetische Störungen<br />• Moderne Elektronik mit hoher Frequenzauflösung, kürzester Schaltzeit und hoher Phasenstabilität, in Zweikanal-Konfiguration mit z-Gradient<br />• Doppelresonanz-Breitband-Probenkopf in Observe-Bauweise mit höchster Empfindlichkeit für 1H, 19F, sowie 31P abwärts; mit z-Gradient<br />• Probenwechsler für hohe Probenanzahl (> 50 Positionen) mit automatischer Justierung des Probenkopfes (automatic tuning/matching)<br />• Hohe Temperaturstabilität durch Messung der Probentemperatur über das Locksignal<br />• Präzise und stabile Überwachung und Regelung des Temperiergases<br />• Softwaretool zur autonomen Überwachung und Rekalibrierung der wichtigsten Parameter des NMR-Systems<br />• Verwendbarkeit von am Standort vorhandenem Equipment zur Messung bei Temperaturen unterhalb von Raumtemperatur<br />• Verwendbarkeit von vorhandenen alternativen Probenköpfen<br />• Kompatibilität der Datenformate mit dem vorhandenen campus-weit verfügbaren Bearbeitungsprogramm<br />Das Verwenden von vorhandenem Tieftemperatur-Equipment (Wert ca. 30.000 EUR) ist nur mit einem Spektrometer der Fa. Bruker möglich, da es ebenfalls von diesem Hersteller kommt und zu anderen Systemen nicht kompatibel ist. Auch im Gerätepark bereits vorhandene Probenköpfe, die zur Erweiterung der Funktionalität sowie als Ersatz im Falle eines Defektes notwendig sind, können nur an einem System der Fa. Bruker verwendet werden (typischer Preis für aktuelle Exemplare ist 60.000 EUR aufwärts). Die Unterdrückung von externen Magnetfeldstörungen ist von größter Bedeutung, da sich in unmittelbarer Nähe zum Aufstellungsort des Gerätes die Trasse der U-Bahnlinie U2 befindet. Hierfür kann ausschließlich die Fa. Bruker in Form des patentierten External Disturbance Suppression Systems eine im System integrierte Lösung anbieten, durch die die Störungen im relevanten Frequenzbereich um > 99.5% reduziert werden.<br />Auch weitere Anforderungen werden vom Spektrometer der Fa. Bruker am besten erfüllt (höchste Stabilität des Temperiergases, stabile Temperaturregelung durch Messung direkt in der Probe, automatische Überwachung und Korrektur der Messparameter möglich). Zudem ergeben sich bei Beschaffung eines Systems von Bruker bedeutende Synergien, da alle vorhandenen Spektrometer der NMR-Zentrums ebenfalls Geräte der Fa. Bruker sind: jeder Besuch eines Servicemitarbeiters der Fa. Bruker bei einem der vorhandenen Instrumente könnte auch für das neue Gerät genützt werden, und vice versa (kein Hersteller von NMR-Spektrometern unterhält eine Niederlassung in Österreich); schließlich existiert für die Betreuung und Bedienung von Spektrometern der Fa. Bruker am Campus umfangreiches Wissen und Erfahrung, was teure Schulungen auf ein anderes System vermeidet. |