<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><KD_8_1_Z4 version="1" xmlns="http://www.brz.gv.at/eproc/kd/2018/12"><CONTRACTING_BODY><ADDRESS_CONTRACTING_BODY><OFFICIALNAME>Medizinische Universit&#228;t Graz</OFFICIALNAME><NATIONALID>9110002391394</NATIONALID><PHONE>+43 14097609</PHONE><E_MAIL>kanzlei@schramm-oehler.at</E_MAIL><CONTACT>Schramm &#214;hler Rechtsanw&#228;lte GmbH, zH RA Mag. Gregor Stickler, RA Petra Haigner, LL.M.</CONTACT></ADDRESS_CONTRACTING_BODY></CONTRACTING_BODY><OBJECT_CONTRACT><TITLE><P>Med Uni Graz - Immunhistochemisches F&#228;rbesystem</P></TITLE> <REFERENCE_NUMBER>2026/0197</REFERENCE_NUMBER><CPV_MAIN><CPV_CODE CODE="38000000" /></CPV_MAIN><TYPE_CONTRACT CTYPE="SUPPLIES" /><SHORT_DESCR><P>Gegenstand der Beschaffung ist die Beschaffung eines Immunhistochemischen F&#228;rbesystems f&#252;r das Diagnostik- und Forschungsinstitut f&#252;r Pathologie der Medizinischen Universit&#228;t Graz. Konkret soll die Lieferung und Inbetriebnahme (inkl. Aufstellung, Installation und Einschulung sowie Wartung und Instandhaltung) von zwei BOND‑Prime</P><P>Leihger&#228;ten (gemeinsam auch als „Immunhistochemisches F&#228;rbesystem“ bezeichnet) sowie deren Verf&#252;gbarhaltung &#252;ber die gesamte Vertragslaufzeit in betriebsbereitem und funktional einwandfreiem Zustand beschafft werden.</P></SHORT_DESCR><NO_LOT_DIVISION /><OBJECT_DESCR><NUTS CODE="AT221" /></OBJECT_DESCR></OBJECT_CONTRACT><AWARD_CONTRACT><AWARDED_CONTRACT><CONTRACTOR><ADDRESS_CONTRACTOR><OFFICIALNAME>LEICA Mikrosysteme GmbH</OFFICIALNAME></ADDRESS_CONTRACTOR></CONTRACTOR></AWARDED_CONTRACT></AWARD_CONTRACT><COMPLEMENTARY_INFO><DATE_DISPATCH_NOTICE>2026-06-19</DATE_DISPATCH_NOTICE></COMPLEMENTARY_INFO><ADDITIONAL_CORE_DATA><DATE_FIRST_PUBLICATION>2026-06-21</DATE_FIRST_PUBLICATION><DATETIME_LAST_CHANGE>2026-06-21T17:05:00</DATETIME_LAST_CHANGE><D_JUSTIFICATION><P>Die AG f&#252;hrt ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung mit einem Unternehmen gem. &#167; 36 Abs 1 Z 3 lit a BVergG durch, da aus technischen Gr&#252;nden die Lieferung nur von einem bestimmten Unternehmer erbracht werden kann. Es sollen zwei BOND‑Prime Leihger&#228;te des Unternehmens Leica Mikrosysteme GmbH beschafft werden, die folgende ben&#246;tigte Eigenschaften aufweisen: (1) F&#228;rbesystem muss eine CE-IVD Kennzeichnung gem&#228;&#223; IVDR 2017/746 vorweisen. Das Institut ist nach ISO 15189 akkreditiert. Die Verwendung von CE-IVD gekennzeichneten Produkten ist die gesetzliche Norm um Patientensicherheit und Konformit&#228;t mit der EU-VO 2017/746 (IVDR) zu gew&#228;hrleisten. F&#252;r das Institut ist daher die Anschaffung eines CE-IVD F&#228;rbesystems unumg&#228;nglich. (2) F&#252;r einen effizienten Laborprozess muss die Beladung des immunhistochemischen F&#228;rbeger&#228;ts als Batch mit mindestens 80 Objekttr&#228;gern (OT) sowie eine kontinuierliche Beladung mittels single slide continuous loading und Endladung m&#246;glich sein. Die kontinuierliche Beladung von weiteren OT w&#228;hrend eines bereits gestarteten Batch-Laufes ist unverzichtbar f&#252;r Proben mit hoher Dringlichkeit oder stetig nachkommende Untersuchungsanforderungen. Alle frei gebliebenen OT-Positionen m&#252;ssen f&#252;r die flexible Nachbest&#252;ckung zur Verf&#252;gung stehen und d&#252;rfen nicht durch laufende Prozesse blockiert werden. Zudem ist eine technische Priorisierung zwingend erforderlich, damit dringende Notfallproben jederzeit ohne Verz&#246;gerung eingeschleust werden k&#246;nnen. Dies ist zwingend erforderlich, weil einerseits der hohe, kontinuierliche Probeneingang effizient abgearbeitet werden muss und andererseits dringende Proben auch w&#228;hrend bereits gestarteter F&#228;rbeprozesse hinzugef&#252;gt werden k&#246;nnen m&#252;ssen, ohne laufende Prozesse zu stoppen. Eine zeitgerechte Analyse ist im Sinne der Patientensicherheit unbedingt erforderlich. (3) F&#252;r eine hohe Prozessflexibilit&#228;t m&#252;ssen einzelne OT ohne Verz&#246;gerung/Blockierung geladen bzw. priorisiert werden k&#246;nnen. Dringende Proben m&#252;ssen durch eine entsprechende Kennzeichnung automatisch als hochpriorisiert erkannt werden, damit diese im F&#228;rbeprozess gegen&#252;ber anderen Proben bevorzugt werden k&#246;nnen. Dies ist im Hinblick auf die Patientensicherheit zwingend erforderlich, da nur so eine zeitgerechte diagnostische Analyse sowie eine rasche Befund&#252;bermittlung gew&#228;hrleistet werden kann. (4) Die F&#228;rbeprotokolle m&#252;ssen zur Optimierung flexibel anpassbar sein um den variablen Anforderungen der Pathologie gerecht zu werden. Anderenfalls w&#252;rde es zu enormen Einschr&#228;nkungen im Angebot der diagnostischen Marker f&#252;r die Befundung kommen. (5) Die Verwendung von im Labor bereits etablierten Antik&#246;rpern anderer Hersteller muss m&#246;glich sein, um ein breites Angebot an Untersuchungen sicherstellen und die Anspr&#252;che der Untersuchungsanforderungen abdecken zu k&#246;nnen. Anderenfalls fehlen Alternativen, um bestimmte Antigene optimal zu erkennen und nachzuweisen. Die Abh&#228;ngigkeit von nur einem Hersteller erh&#246;ht au&#223;erdem das Risiko signifikant, da ein Ausfall, Produktionsstopp oder logistische Verz&#246;gerung sofort die gesamte Diagnostik beeintr&#228;chtigen kann. (6) Alle ben&#246;tigten Vorratsreagenzien m&#252;ssen vollst&#228;ndig gebrauchsfertig (Ready-to-Use, RTU) ohne weiteren Bedarf an Verd&#252;nnung angeboten werden. Dadurch werden Fehlerquellen durch manuelle Vorverd&#252;nnung eliminiert und k&#246;nnen Berechnungs- und Handlings-Fehler oder die Verwendung von falschen Reagenzien ausgeschlossen werden. Diese Anforderung ist essenziell f&#252;r die Patientensicherheit. Da RTU-Reagenzien vorgefertigt und streng kontrolliert werden, garantieren sie eine hohe Konsistenz bei jeder Charge, was f&#252;r diagnostische Anwendungen entscheidend ist. Au&#223;erdem wird die Vorbereitungszeit erheblich reduziert und die Handhabung vereinfacht, was auch mehr Sicherheit f&#252;r die Mitarbeiter bedeutet. (7) F&#252;r die diagnostischen Analysen ist eine vollautomatisierte Durchf&#252;hrung (inklusive Entparaffinierung und Vorbehandlung durch das F&#228;rbeger&#228;t) von immunhistochemischen F&#228;rbungen sowie auch von CISH mit RTU-Reagenzien, speziell f&#252;r HPV m&#246;glich. Zur rascheren Beurteilung von Proben mit Verdacht auf eine Low-/High-Risk-HPV-Infektion soll die CISH-Methode erg&#228;nzend zur molekularen Diagnostik eingesetzt werden. Dar&#252;ber hinaus wird CISH zur vollst&#228;ndigen digitalen Erfassung mittels Whole Slide Imaging ben&#246;tigt, damit eine digitale Archivierung, Befundung und Weiterverarbeitung m&#246;glich ist. (8) F&#252;r die maximale Flexibilit&#228;t k&#246;nnen sowohl f&#252;r IHC als auch f&#252;r CISH die gleichen Detektionskits verwendet werden. Das Ger&#228;t kann flexibel nach aktuellem Probenaufkommen best&#252;ckt werden; es entstehen keine Leerl&#228;ufe durch reservierte Pl&#228;tze f&#252;r selten genutzte CISH-Reagenzien. (9) Minimaler Personaleinsatz und Wartungsaufwand. Es m&#252;ssen Verz&#246;gerungen in der Befundung und Therapie des Patienten vermieden werden. (10) Bei St&#246;rungen des Ger&#228;tes muss der Vor-Ort-Serviceeinsatz innerhalb von 2 Werktagen nach Eingang einer St&#246;rungsmeldung erfolgen. Dies ist f&#252;r den diagnostischen Betrieb zwingend erforderlich. Anderenfalls k&#246;nnten Verz&#246;gerungen auftreten, die die Patientensicherheit gef&#228;hrden. (11) Direkte Schnittstelle zum Laborinformationssystem f&#252;r Anforderungen aus dem Befundungssystem ist herzustellen, weil standardisierte Daten&#252;bertragungen einheitliche Datens&#228;tze ohne Inkonsistenzen gew&#228;hrleisten und der automatische Abgleich der Patientendaten Verwechslungen und Fehlzuordnungen von Proben verhindert. (12) Das F&#228;rbesystem muss mindestens 170 OT in 8 Stunden abarbeiten k&#246;nnen. Das sichert eine schnelle Befundung und Therapie f&#252;r die Patienten, insb. bei zeitkritischen Proben. (13) Eine permanente Verf&#252;gbarkeit der notwendigen Reagenzien muss gew&#228;hrleistet sein (zB durch Produktion oder gr&#246;&#223;ere Lagermengen in Europa). Sind Reagenzien nicht permanent verf&#252;gbar, hat dies erhebliche Auswirkungen auf die diagnostischen Abl&#228;ufe, was eine versp&#228;tete Einleitung einer Therapie zur Folge haben und die Patientenversorgung unmittelbar gef&#228;hrden kann.</P></D_JUSTIFICATION></ADDITIONAL_CORE_DATA></KD_8_1_Z4>